Wie können sich Städte an die Hitze anpassen?

Maßnahmen zur Hitze-Anpassung der Städte gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Der Sommer 2026 war schon jetzt unglaublich heiß – und das, obwohl er noch nicht vorbei ist. Wenn die Tageshöchsttemperatur 30°C erreicht spricht man von einem Hitzetag. In einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer wurde mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes ermittelt, dass es zwischen 1951 bis 1960 in Regensburg im Schnitt 4,7 Hitzetage gab. 2011 bis 2020 gab es bereits 20,4 Hitzetage. Im Juni 2026 gab es 13 Hitzetage am Stück. In den anderen Bayrischen Städten sieht es ähnlich aus.

Es ist also nicht nur ein einzelnes heißes Jahr. Daher benötigen wir Klimaanpassungsmaßnahmen. Immobilienbesitzer können Klimaanlagen installieren und erst vor kurzem haben wir über Privaten Hitzeschutz geschrieben.

In diesem Artikel geht es darum, was unsere Städte machen können.

Die Mechanismen

Städte können über drei Mechanismen für ein angenehmeres innerstädtisches Klima sorgen:

  • Verschattung: Jeder Autofahrer sucht auf Parkplätzen im Sommer immer den Schatten, weil sich dann offensichtlich das Auto weniger aufwärmt. Wer im Sommer mal barfuß über eine Stein- oder Asphaltfläche gegangen ist weiß, dass sich diese Flächen unglaublich aufheizen. Es dauert auch einige Zeit nach der direkten Sonneneinstrahlung bis die Hitze verschwindet.
  • Verdunstung: Im Sommer ist es in der Nähe vom Meer, von Flüssen, im Freibad, oder auch einfach nur bei Springbrunnen angenehmer. Das liegt daran, dass Wasser beim Verdunsten sehr viel Energie aufnimmt. Das verdunstende Wasser sorgt also dafür, dass es in der Umgebung ein bisschen abkühlt.
  • Luftbewegung: Solange es nicht zu heiß ist, ist Wind sehr angenehm. Das fällt besonders auf wenn man in Städten wie Karlsruhe ist, in denen es sehr wenig Wind gibt.

Begrünung der Stadt

Grünflächen nehmen weniger Hitze auf und kühlen über Verdunstung die Umgebung ab. Große Laubbäume spenden zusätzlich noch Schatten.

Sprühnebel-Anlagen

Über 200 Sprühnebel-Anlagen in Wien sorgen durch Verdunstung für angenehmere Temperaturen. Nürnberg, Fürth, Lüneburg und viele weitere Städte folgen inzwischen diesem Beispiel.

Wenn jemand ein Bild zum Teilen hat, gerne an info@martin-thoma.de!

Klimatisierung städtischer Gebäude

Sobald die Außentemperatur im Schatten über mehrere Tage über 30°C liegt hilft nicht mehr – dann muss klimatisiert werden.

Am wichtigsten sind mit Sicherheit Krankenhäuser und Pflegeheime, allerdings sind diese häufig in privater Verantwortung.

Verlängerungen der Schwimmbad-Öffnungszeiten

In Plattling haben wir bereits ab 33°C verlängerte Öffnungszeiten im Freibad. Super!

Weitere Ideen?

Habt ihr weitere Ideen? Gerne im Kommentar oder an info@martin-thoma.de!

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